| Notizen |
- Die Kirchenbuchaufzeichnungen in St. Gandolf (mit Maria-Feicht, Glanegg, Glantschach) begannen schon 1632, aber offenkundig gingen die ersten Geburtsbücher (Tom I) verloren, während die Trauungsbücher ab 1632 vorhanden sind. Im Index der Sterbbücher (auch hier fehlt Tom I) ist als ältester Vermerk der Tod eines Mathias Zechner am 07.10.1663 zu finden. Die Einordnung der ersten Zechner, die man findet, in eine Generationenfolge ist unmöglich. Zudem gibt es Kirchenbucheintragungen in St. Gandolf von insgesamt elf Personen, die Zechner heißen oder mit Zechner verbunden sind. Keine dieser Personen kann aber in einen verwandtschafltichen Bezug gesetzt werden.
Die Fundstellen aus dieser Zeit waren:
- Zechner, Mathias, * ~1600, + 07.10.1663 Pfarre St. Gandolf.
- Zechner, Veronica, Gästin, * 1727, + 23.01.1797 Maria Feicht 3. Sie war Gästin an der Beinhauerhubn. Quelle: St. Gandolf SB S19_017-1, #58
- Zechner, Johann, * 1753 Maria Feicht 3, oo 19.11.1787 St. Gandolf Dorner, Maria, * 1747
- Zechner, Maria. Sie war definitiv Taufpatin von Agnes Zechner. Aber es ist ganz ungewiss, wo sie einzuordnen ist. oo 24.11.1777 Maria Feicht Eyper, Vitus, Büchsenmacher, Quelle: TB St. Gandolf S19_012-2, #7.
- Zechner, Mathias, * 1745, + 19.08.1777 Maria Feicht 16. Er wird nicht in der Pfarre St. Gandolf geboren. oo ~1769 Glaz, mit einer Maria ..., Quelle: SBI St. Gandolf S19_021-1, #63.
In der nächsten Generation waren zu finden:
- Zechner, Gregor, Knecht, * ~1770 St. Urban. Er war Knecht beim Mulle zu Tentschach und in St. Urban beim Plüscharnigg geboren worden. Offenkundig hat er der Tochter seines Bauern ein Kind gemacht. Heirat? oo ~1790 Mulle, Anna. Sie war Schlanster? bei der Föyrin Bäuerin. Ihr Kind war die Agnes, *09.01.1791 Maria Feicht 5, Quelle: GB St. Gandolf S19_003-1, #27
- Zechner, Mathias, Sattler, * 1772, + 18.01.1842 Maria Feicht 2, das ist die Paule Hubn, die im Bild zu sehen ist. Quelle: St. Gandolf SB S19_018-1, #105
- Zechner, Georg, * 29.09.1775 Maria Feicht 6, + 27.08.1777 Maria Feicht 16, GBI St. Gandolf S19_011-1, #77. Es ist die 1. Geburt eines Zechners in St. Gandolf. Quelle: SBI St. Gandolf S19_021-1, #63
- Zechner, Oswald, Bauer, * 1780 Zweikirchen, + 13.03.1852 Maria Feicht 1. Er ist Bauer und Tanzmusikant, oo ~1798 Kranabitter, Katharina, Quelle: St. Gandolf SB S19_018-1, #132. Der Verweis auf ihn erfolgt im GB von Zweikirchen des Enkels Thomas Zechner, Z06_004-1, #76 (hier als Bauer eingetragen) sowie beim Enkel Anton Zechner, Z06_005-1, #2 (hier als Tanzmusikant eingetragen). Oswald bleibt Musikant bis zur Geburt des letzten Enkels Ignatz in Zweikirchen/Haidach.
Erst ab Oswald Zechner und seiner Frau Katharine Kranabitter, die kurz vor 1800 geheiratet haben mögen, ist eine Generationenfolge erstellbar. Oswald und Katharina finden als Großeltern bei der Geburt ihrer Enkel Erwähnung. Sie sind, soweit es den Daten der Kirchenbücher zu entnehmen ist, die Stammeseltern der Familie Zechner, deren Nachfolger in Klagenfurt im Buchgeschäft tätig sind.
Oswald Zechner war Bauer und Musikant. Sein Sohn Anton war Bauer und hatte mit seiner Frau Klara Trampitsch elf Kinder. Die ersten fünf Kinder wurden in Haidach geboren, wo Anton die Peterle-Hubn besaß. Offenbar wirtschaftete er gut und zog nach Maria Feicht, wo er den recht ansehnlichen Nesseldorfer Bauernhof erwarb. Hier wurden weitere fünf Kinder geboren. Der letzte Sohn Mathias kam aber in Tigring zur Welt, ohne dass es dafür eine Erklärung gibt, denn der Nesseldorfer Hof blieb bis vermutlich zum Ersten Weltkrieg im Besitz der Familie. Den Nesseldorfer Hof erbte der Sohn Thomas, der mit Anna Glantschnig drei Töchter und den Sohn Karl hatte. Karl heiratete Helene Heyn und eröffnet, obwohl er Arzt war, die Zechnerlinie im Buch- und Verlagsgeschäft. Mathias, der Bruder von Thomas wird Müller und Besitzer der Glantscha-Mühle. Es kann nur vermutet werden, dass sein "Onkel", der 1892 stirbt, ihm, der 1891 geheiratet hatte, die Mühle vererbte. Mathias und sein Sohn Josef betrieben die Mühle jedenfalls bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Weder am Nesseldorfer Hof noch in der Glantscha Mühle findet die Geschichte der Zechner eine Fortsetzung (jedenfalls soweit es die Kirchenbücher von St. Gandolf erkennen lassen). Die Generation, die um das Jahr 1890 geboren wird, zog in vielen Fällen aus der Gegend weg und die wenigen, die blieben, verstarben und hatten keine Kinder, die den Hof und die Mühle übernahmen. Lediglich die Geschichte der Nachfahren von Karl Zechner und Helene Heyn ging bis in die Gegenwart weiter.
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