Er starb mit nur 34 Jahren als Soldat an der russischen Front; auch er eines der Opfer wahnsinniger Machtgelüste und kriegerischen Irrsinns. Der Krieg muss für ihn besonders grausam gewesen sein, denn in seinem Tagebuch offenbart sich sein sensibler und ringender Charakter, der ihn so sehr von anderen Menschen unterschied. Seine künstlerische Veranlagung ließ ihn in einer anderen Welt leben, in der er ein dauernd Suchender und Schwermütiger blieb. Er sehnte sich nach einer Befreiung aus seiner Gedankenwelt und lebte auf, wenn er auf Menschen traf, die ihn verstanden. Berührte ihn die Liebe, so quoll sein Herz auf wie eine frische Blüte.
Sein Verhältnis zu seinem Vater war ein gespanntes. Er machte seinem Vater den starren Rahmen aus adeliger Weltanschauung und Religion zum Vorwurf und suchte - wie letztlich alle Jugendlichen - nach einem neuen Lebensverständnis in einer Welt des Umbruchs. Aber wann eigentlich bricht die Welt der Jugend nicht um? Harald erlebte als Kind das Ende der Monarchie und wuchs als Jugendlicher in einem Königreich Jugoslawien auf, das die Deutschen zu Fremdlingen machte. Am Ende kam er zu seinen geliebten Deutschen, deren Herrscher ihn umbrachten.